Ājñā – das dritte Auge

Ājñā – das dritte Auge

Ājñā – das dritte Auge
Farbe: Königsblau
Themen: Intuition. Fühlen. Inneres Wissen.

Ājñā – drittes Auge Keypoints

  • Intuition
  • Empathie
  • Zirbeldrüse
  • inneres Sehen
  • erweiterte Wahrnehmung
  • Gedankenstille
  • Shakti, feminine Schöpferkraft

Das dritte Auge wird auch Ājñā Chakra genannt. Es befindet sich in der Mitte unseres Kopfes im Bereich der Zirbeldrüse. Seine Farbe im Regenbogen-Chakrasystem ist Königsblau, das Blau des Nachthimmels und somit die Farbe der ägyptischen Sternengöttin Nut, die des Nachts ihren Uterus über dem Himmel ausbreitet, damit die Sterne auf ihm erstrahlen können. Somit symbolisert das Königsblau die Shakti, die weibliche feminine Schöpferkraft.

Die Tertiärfarbe Königsblau ist mit dem Uterus verbunden und somit auch mit den Erfahrungen, die wir im Mutterleib gemacht haben. In diesem Zustand materialisiert sich der Geist langsam in den physischen Körper hinein, bis er sich vollständig mit ihm verbindet. Unser Geist ist in dieser ganz frühen und doch prägenden Phase des Lebens dem Göttlichen noch sehr nah, wir schwimmen im Fruchtwasser wie die Seele im Ozean des Bewusstseins. Das wortlose Verstehen ist in dieser Zeit für uns noch ein ganz selbstverständlicher Teil unseres Daseins und auch nach der Geburt kümmern sich die Menschen noch mit ganz viel Empathie um unser Wohl, da wir nicht sprechen können und sie uns wortlos verstehen müssen.

You don’t have to speak – I feel.

Bjork – Jóga

Diese wortlose Sprache führt uns im dritten Auge in höhere Sphären, in denen wir Energien fühlen und verstehen – oder auch Klangfrequenzen wahrnehmen und auf einer wortlosen Ebene verstehen. Dieses Verständnis erfordert eine Zentrierung in uns Selbst, absolute Freiheit von Projektionen und den Glauben an unsere inneren Fähigkeiten; den Glauben daran, dass wir fähig sind die Wahrheit zu sehen, die sich hinter den Schleiern von māyā verbirgt. Māyā wird im westlichen Yoga meistens als Täuschung, Illusion und die Abwesenheit von Licht verstanden. Im Nondualen Śaiva Tantra hingegen gehört māyā zu den 36 Tattvas (Prinzipien der Realität) und hier wird māyā als “Quelle der Welt” (jagad-yoni) und somit als die Fähigkeit des Bewusstseins verstanden, sich in eine Form zu projizieren. Māyā ist das höchste Tattva in der Hierarchie der manifesten Realität, das nicht das Absolute selbst ist. Es ist auch die Kraft der Differenziation, durch die das Eine als Viele erscheint.

Unsere intuitive Wahrnehmung wird nur dann klar und scharfsinnig, wenn unsere Gedanken still und die Muster des Bewusstseins ausgeblendet sind. Wer die Wahrheit wahrnehmen will, muss offen sein für alles was ist, denn alles kann sein.

Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen,
die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen,
geblendet vom Szenario erkennt man nicht,
die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht.

Freundeskreis

Die universelle Wahrheit zu erkennen, die hinter dem liegt was wir für Tatsachen oder für die Wahrheit halten und immer gehalten haben, verändert einfach alles. Dem Scharfsinn eines intakten dritten Auges hält kein Geheimnis stand. Wir erkennen wie die Dinge in unserem Leben, auch unsere Familienstrukturen, auf einer höheren Ebene zusammen hängen. Das bringt uns Schmerz und Heilung zugleich. Die wahren Dramen spielen niemals im Rampenlicht, sie sind eingehüllt in das Schweigen unserer seelischen Narben, die von Generation zu Generation weitervererbt werden.

Vielleicht fragst du dich nun, was es bringt sich diesen Wahrheiten und den damit verbundenen Schmerzen auszusetzen? Die Antwort ist ganz einfach – es verändert uns und unser Denken über unser Leben, unsere Herkunft, unsere Familie und befähigt uns adäquat zu handeln. Es lenkt unseren Blick von den Kränkungen der materiellen Welt auf die zugrunde liegende Wahrheit, die alle anderen nicht sehen. Und es ist nicht immer unsere Aufgabe, diese Einsichten mit anderen zu teilen – manchmal sind sie nur für uns. Diese Einsichten sind Schlüssel, mit denen wir unser Leben zum Positiven wenden können, indem wir richtig handeln. Das heilt unsere tiefsten Wunden und klärt die Verstrickungen, die uns binden.

Zu den Chakras gibt es eine Reihe von Yogastunden und Workshopsonline und vor Ort.

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