Viśuddhi – das Halschakra

Viśuddhi – das Halschakra

Vishuddhi das Halschakra

Viśuddhi – das Halschakra
Farbe: Himmelsblau
Themen: Sprechen, Verstehen und Verstanden werden. Die richtigen Worte finden.

Viśuddhi – Halschakra Keypoints:

  • frei Sprechen
  • ausdrücken was in einem ist
  • die richtigen Worte finden
  • der Himmel, das was über uns ist
  • Autoritätsthemen
  • Traurigkeit, den Blues haben
  • die Einheit aus der alles entspringt
  • Frieden

Das Blau ist die erste Primärfarbe im Farbkreis. Das Halschakra Viśuddhi hat die blaue Farbe eines wolkenlosen Sommerhimmels. Blau ist die Farbe des Friedens und diesen Frieden können wir erfahren, wenn wir unseren Blick im Blau des wolkenlosen Himmels versinken lassen und unsere Gedanken darin zur Ruhe kommen.

ākāśaṃ vimalaṃ paśyan kṛtvā dṛṣṭiṃ nirantarām |
stabdhātmā tatkṣaṇād devi bhairavaṃ vapur āpnuyāt || 84 ||
.
Wenn man einen wolkenlosen Himmel betrachtet und dabei seinen Blick fixiert und sich ganz regungslos hält, dann, O Göttin! erlangt man im selben Augenblick die göttliche Wesensnatur. ||84||
.

Vijnana Bhairava – Übersetzung von Bettina Bäumer

Das Blau steht für die göttliche Quelle, es symbolisiert durch den blauen Himmel all das was über uns ist. Es steht für die Einheit, das eine Bewusstsein, aus dem alles entspringt. Im Blau sind wir alle eins, untrennbar miteinander verbunden. Es steht für die Blaupause und unseren Lebensplan, für all das was durch das Göttliche gegeben ist und das wir nicht ändern können. Beispielsweise sind die Naturgesetze gegeben, die Schwerkraft und die Elemente bzw. die Tattvas. Wir können uns als Individuen innerhalb dieser Gesetze frei bewegen. Daher ist auch die Polizei farblich von Grün zu Blau umgestaltet worden, da das Blau staatliche Autorität symbolisiert. Denn wenn wir friedlich zusammenleben wollen, müssen wir uns an die Regeln der Gemeinschaft halten. Das garantiert allen fühlenden Wesen ein Leben in Frieden.

Getrennt zu sein von der ursprünglichen Einheit und auch die Kälte der Farbe Blau können in uns Traurigkeit hervorrufen. Man spricht davon den Blues zu haben, oder auch an Weltschmerz zu leiden, denn dieses Gefühl der Getrenntheit gibt es in der Einheit nicht.

Das Blau des Halschakras ist die kälteste Farbe in unserem inneren Regenbogen. Wenn unsere Energie im zentralen Kanal nach oben aufsteigt und durch die Weite des Herzchakras geflossen ist, passiert sie im Hals eine Verengung, kann sich hier langsam verfeinern, um dann nach oben in die feinstofflicheren Chakras der erweiterten Wahrnehmung aufzusteigen.

Wer Ahmisa („Nicht-Verletzen“) verinnerlicht hat,
der hat keine Konflikte / Feindseligkeit in seinem Umfeld. || 2.35

Patañjali

Jeder von uns kennt das Gefühl, einen Klos im Hals zu haben; denn das Halschakra Viśuddhi hat ganz viel mit dem Sprechen zu tun, auch aus dem Herzen heraus sprechen, auszusprechen was wir auf dem Herzen haben und die richtigen Worte zu finden, die andere Menschen erreichen und verstehen können, die liebevoll und nicht verletzend sind. Worte sind Waffen und können sehr verletzend sein. Denn wir können alles, egal was es ist, auch liebevoll sagen und unsere in Anāhata erwachte Herzenergie in unsere Worte fließend lassen.

Das Blau steht auch für Klarheit und dafür einen kühlen Kopf zu bewahren – kann aber auch für frostige Gefühlskälte stehen. Durch ein offenes Herzchakra können wir uns wieder mit der ursprünglichen Einheit verbinden und zu einem Kanal werden, der die Energie des Friedens zurück in die Welt bringt. Wir sprechen friedliche Worte und schaffen Frieden wo Angst und Zwietracht herrschen. Wer das Blau integriert hat, wird Frieden in jeden Raum bringen, den er betritt. Ein solcher Mensch besitzt natürliche Autorität und hat Ahimsa verinnerlicht.

Zu den Chakras gibt es eine Reihe von Yogastunden und Workshopsonline und vor Ort.

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