Mūlādhāra – Das Wurzelchakra

Mūlādhāra – Das Wurzelchakra

Muladhara - das Wurzelchakra

Mūlādhāra – das Wurzelchakra, auch Erdchakra.
Farbe: Rot
Themen: Unsere Wurzeln, Familie, die Blutsbande, Erdung, Leben in der materiellen Welt.

Mūlādhāra – Wurzelchakra Keypoints:

  • Unsere Wurzeln, verwurzelt sein
  • Familie, die Blutsbande, die Blutslinie
  • Aparigraha (5. Yama – Minimalismus, „Nicht-Besitzen, Begierdelosigkeit, Verzicht“)
  • Erdung
  • Leben in der materiellen Welt, auch Überleben und Urvertrauen
  • Kraft, Lebenskraft, Kuṇḍalinī

Das Wurzelchakra hat die Farbe Rot. Das Rot ist die dritte Grundfarbe im Farbkreis. Im System der sieben Chakras markiert das Wurzelchakra den untersten Punkt, auch Mūlādhāra genannt. Die alten Yogis sagen, dass in diesem Punkt die die Kuṇḍalinī ruht, wie eine zusammengerollte Schlange, die sich nach oben erhebt, sobald wir sie durch yogische oder tantrische Techniken erwecken.

Indem man das mūlādhāra erfährt, erkennt man den Makrokosmos und den Ursprung aller Dinge.

Boganathar

Mūlādhāra, das Wurzelchakra ist ein Punkt immenser Kraft. Es ist wichtig für uns diese Kraft bei uns zu behalten und nicht im Außen oder im Innen zu verlieren. Doch die Themen des Wurzelchakras machen uns das nicht einfach. Sie drehen sich um das Leben in der materiellen Welt, was unter anderem auch Geld verdienen und Rechnungen bezahlen beinhaltet. Wir leben in einer Welt in der wir quasi alles haben können und viele von uns alles haben wollen. Darüber vergessen wir die Freiheit, die von der Besitzlosigkeit ausgeht. Das heisst nicht, dass wir als moderne westliche Menschen besitzlos leben sollen wie ein Mönch. Das ist mit unserem Leben schwer vereinbar. Es geht mehr um unseren Umgang mit den Dingen, welche Bedeutung wir den Dingen geben und ob uns der Verzicht auf etwas unglücklich macht oder schwer fällt. Diese Tugend nennen die Yogis Aparigraha, das “Nicht-Besitzen” oder “Verzicht”. Manchmal ist weniger mehr. Und jeder Wunsch bringt meistens neue Wünsche mit sich.

Indem man aparigraha lebt, erweckt man das Wissen über die Umstände seiner Geburt und erhält Einblick in frühere Leben.

Patañjali

Im Rot liegen sowohl die Liebe, als auch Wut und Zorn. Der Streit mit Freunden, Kollegen und Nachbarn, die Wut auf andere und auf uns selbst, und auch die Blutsbande, die Familie, unsere Herkunft. Und mal ganz ehrlich, wer von uns hat keine Konflikte in seiner Familie? Und wenn nicht in der direkten Familie, dann bestimmt in der entfernten Verwandtschaft oder den vorangehenden Generationen. Manche Menschen kennen einen oder beide Elternteile nicht und wissen nicht wer sie sind und woher sie kommen. Für viele von uns sind auch Freunde wie Familie, manchmal auch die bessere Familie. Dieses Wissen um die Herkunft gibt uns Erdung und Standfestigkeit im Leben – und um sich selbst wirklich kennenzulernen und zu verstehen, ist das Wissen über frühere Leben oft hilfreich.

In der materiellen Welt brauchen wir Wohnraum, etwas zu Essen, kümmern uns um die materiellen Dinge und andere Menschen. Oft ist unser Alltag so anstrengend, dass wir versuchen ihm zu entfliehen und irgendwo im Außen wieder Kraft zu schöpfen. Doch diese Kraft ist meistens schnell erschöpft, so wie die Energie einer Yogastunde im Alltag schnell wieder verpufft. In manchen Dingen sind wir zu sehr verwurzelt und in anderen Dingen fehlt uns die Standfestigkeit. Und all diese Dinge haben eins gemeinsam, sie kosten uns Lebenskraft.

Eine Auseinandersetzung mit den Themen der Farbe Rot stärkt diesen Energiepunkt im physischen und im energetischen Körper und erdet uns in unserem Leben. Die roten Themen bilden die Basis unseres Lebens, auch unseres spirituellen Lebens, da wir ohne das Wurzelchakra Mūlādhāra unsere Lebenskraft, die Kuṇḍalinī, nicht voll erwecken können.

Zum Wurzelchakra gibt es eine Reihe von Yogastunden und Workshopsonline und vor Ort.

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